Aus aktuellem Anlass interessiere ich mich für Mietpreise von Wohnungen und zwar deswegen, weil ich gerade dabei bin, eine Zwei-Zimmer-Wohnung in Innsbruck zu beziehen. Zum Glück nicht allein, denn sonst würde mich der Mietpreis erschlagen.
Konkrekt handelt es sich um mehr als 700 Euro für 50 m² mit kleinem Garten, inkl. Betriebskosten. Strom ist separat zu bezahlen. Es ist also mit ca. 800 Euro im Monat zu rechnen. Man stelle sich nun vor, was eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 80 m² kostet. Man darf nun nicht außer Acht lassen, dass Innsbruck sehr teuer zum Wohnen ist, sogar die teuerste Hauptstadt, was das Wohnen betrifft.
800 bis 900 Euro für eine Drei-Zimmer-Wohnung sind aber die Regel. In der Tiroler Tageszeitung wird vorgerechnet, dass ein Handwerker mit einem Nettoeinkommen von 1.200 Euro und zwei Kindern eine Drei-Zimmer-Wohnung mit ca. 800 Euro im Monat zu bezahlen hat. Da bleibt kein finanzieller Spielraum, da kann schon mal eine defekte Waschmaschine zum Problem werden.
Da die Nachfrage nach Wohnraum aber stetig ansteigt, werden die verfügbaren Wohnungen zu Wucherpreisen vermietet. Immer häufiger dabei werden Delogierungen, da die Mieten in vielen Fällen einfach nicht mehr bezahlt werden können. Es fehlt an leistbarem Wohnraum, das Preis-/Leistungsverhältnis steht in keiner vernünftigen Relation mehr.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass früher viel größere Wohnungen gebaut wurden und sich diese nur wenige leisten können, so kommt es oft vor, dass Eltern mit zwei Kindern in Wohnungen mit weniger als 50 m² Platz finden müssen.
Wünschenswert wäre nun eine rasche Gegenbewegung, doch wer vermietet schon Wohnungen freiwillig zu einem günstigeren Monatssatz, wenn die Nachfrage weiter steigt? Ich bin gespannt, ob es die Politik schafft, hier erfolgreich einzugreifen, oder sollten wir einfach darauf warten, dass die Mietpreise unter Wucher fallen?





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